Projektleiterin
Bearbeiterin
"Nomadismus in den bildenden Künsten" (von Peter Herbstreuth)
"Recherche, Archiv, Forschung in der bildenden Kunst" (von Peter Herbstreuth)
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Projektbereich Ö: Öffentlichkeitsarbeit, Abschlussausstellung
Brisante Begegnungen
Die 5000jährige Geschichte von Nomaden und Sesshaften
Ausstellungszeit: 17. November 2011 - 20. Mai 2012
Pressemeldung Abschlussausstellung "Brisante Begegnungen"
Die Ausstellung bietet einen doppelten Weg durch die Geschichte der Beziehung zweier unterschiedlichen Lebensweisen, der nomadischen und der sesshaften. Da in jeder Gesellschaft Momente von Mobilität (dem Grundprinzip nomadischer Lebensweise), als auch von Ortsgebundenheit (der Grundvoraussetzung einer sesshaften Lebensweise) vorhanden sind, befasst sich die Eröffnung mit einer grundsätzlichen Darlegung der beiden Prinzipien. In einem Rundgang, der vom Eingangsbereich aus in zwei Richtungen beschritten werden kann, wird der Besucher über eine jeweils andere Schwerpunktsetzung an das Thema der Begegnung und Interaktion der Lebensformen herangeführt.
Die fünf Themenstränge, die in der Ausstellung behandelt werden, sind:
- Das Nomadische und das Sesshafte
- Über das Ordnen
- Vom Arbeiten und Tauschen
- Handel, Markt und Gastfreundschaft
- Begegnung unter erschwerten Bedingungen
Ziel der Ausstellung und Aktualität des Themas
Der thematische Fokus geht direkt aus der Kernthematik des SFB hervor: In der Perspektive „Differenz und Integration“ geht es um die Wechselbeziehungen zwischen Nomaden und Sesshaften, zwischen „Mobilen“ und „Ortsfesten“, sowie um das Verhältnis von ‚Eigen/ das Selbe’ und ‚Fremd/ das Andere’. Wir gehen davon aus, dass das Verhältnis von Nomaden und Sesshaften von der Antike bis in die Moderne mit der Konstruktion des Fremden einhergeht, ein Vorgang, der bis in aktuelle politische Debatten – etwa um Migration und Integration – fortwirkt. Die Dekonstruktion des „Fremden“ steht somit im Mittelpunkt der Ausstellung. Unser Anliegen und unsere Stärke liegen in langjährigen Forschungen in regionaler und zeitlicher Breite, die uns mit nomadischem Alltag vertraut machten und ein Verständnis für nomadische Lebenszusammenhänge entwickelt haben. Neben realer Fremdheit und Ferne sollen durch die Ausstellung und das Begleitprogramm die Gemeinsamkeiten und jeweiligen Besonderheiten vermittelt werden: als Gegengewicht gegen vereinfachende, romantisierende oder xenophobe Vorstellungen vom „Fremden“.
Exponate und Darstellungsformen
Es handelt sich um eine Ausstellung mit Installationscharakter, die sowohl museale, als auch künstlerische und konzeptbezogene Ausdrucksformen nutzt. Exponate sollen sein:
- Karten, Fotografien, Filmsequenzen, Graphiken und computergenerierte Modelle, die zum großen Teil die Ergebnisse der SFB-Forschung abbilden
- Archäologische und ethnographische Artefakte (Leihgaben aus verschiedenen Sammlungen
- Rauminstallationen und Rekonstruktionen von Orten des sozialen und ökonomischen Austausches sowie von Warenketten und Produktionsprozessen
- Künstlerische Arbeiten, die sich inhaltlich und methodisch mit unserem Thema auseinandersetzen
